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Die Sache mit der Auflösung – Analog vs. Digital

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An dieser Stelle möchte ich auf ein sehr interessantes Thema eingehen, nämlich auf die Auflösung von analogen und digitalen Bildern.

Welche Auflösungen erreichen Digitale Spiegelreflex-Kameras?
Laut Herstellerangaben überschreiten digitale Spiegelreflex-Kameras und sogar Handys heute ohne Probleme die 20 Megapixel (4000 dpi)-Grenze. Gemäss diverser Tests von Fachzeitschriften sieht die Realität in den meisten Fällen ganz anders aus.  Kameras im Amateurbereich (bis ca. 2500 CHF) erreichen Auflösungen von 10 bis 20 Megapixel (also zwischen 2700 und 4000 dpi). Der Grund liegt an den minderwertigen Objektiven. Nur Profi-Objektive sind in der Lage, höher aufzulösen. Dies wird auch in Zukunft nicht anders sein, wenn Kameras bzw. deren Sensoren weit mehr auflösen könnten.

Welche Auflösung erreicht ein Scan eines analogen Films?
Für analoges Filmmaterial gilt ähnliches. Standardfilme können zwar 20 bis 30 Megapixel auflösen, aber die Objektive nicht (zur Auflösung von verschiedenen Analogfilmen vgl. diesen Internet-Artikel). Deshalb gilt auch hier, mehr als eine Scanauflösung von 4000 dpi bringt bei Amateur-Filmen nichts. Übrigens, Profi-Filme können zwischen 40 und 60 Megapixel auflösen (also über 6000 dpi). Um solch hohe Auflösungen zu erreichen gibt es (virtuelle) Trommelscanner, die bis zu 6500 dpi darstellen können. Ein solcher Scan kostet aber zwischen 10 und 50 Franken.

Zusammengefasst
Die Limitation liegt also in erster Linie bei den Kamera-Objektiven und nicht bei den Scannern oder dem Film. Von der Auflösung her spielt es also keine Rolle, ob Sie analog oder digital fotografieren. Wichtig ist, dass Sie ein hochwertiges Objektiv mit einer hochwertigen Kamera verwenden. 20 Megapixel bzw. 4000 dpi sind und werden auch weiterhin die Obergrenze im Amateurbereich darstellen.
Profi-Kameras von Hasselblad (Preislich im 5-stelligen Bereich) erreichen heute 60 Megapixel, also das was früher mit den teuersten analogen Kameras und den besten Filmen ebenfalls möglich war.

Empfehlung
Da Sie wahrscheinlich selber nicht wissen, welche Auflösung Ihr Film genau hat, lassen sie diesen mit (echten und nicht interpolierten!) 4000 dpi scannen (bei Negativen reicht auch eine Auflösung von 3600 dpi). Dann können Sie sicher sein, dass Sie bezüglich Auflösung nichts verschenken. Wenn jemand 5000 dpi oder mehr zu günstigen Tarifen anbietet, dann können sie sicher sein, dass er schwindelt. Solche Auflösungen kann kein Desktop-Scanner bieten.