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Für die Staub- und Kratzerentfernung setzen wir bei allen Scannern ICE ein. ICE steht für Image Correction and Enhancement und setzt zusätzlich den Infrarotkanal des Scanners ein. Die lange Wellenlänge infraroten Lichts durchstrahlt die Farbemulsion von Dias und Negativen nahezu ungehindert; Kratzer, Staubpartikel und Flusen dagegen werfen Schatten. Aus den so ermittelten Positionsdaten kann die Infrarot-Technologie anhand der umliegenden Pixel eine automatische Staub- und Kratzerkorrektur durchführen.

ICE, wie alle Methoden, die den Infrarotkanal verwenden, scheitern allerdings bei Filmmaterial auf Silberbasis (dies gilt für die Mehrheit der Schwarzweiss-Filme). Die langwelligen Infrarotstrahlen können in diesen Filmen enthaltene Silberpartikel nicht durchstrahlen. Diese Partikel werden also wie Defekte behandelt, d.h. wegretuschiert. Das resultierende Bild ist äusserst unscharf.

Auch bei Kodachrome-Diapositivfilmen sind die Ergebnisse wegen des speziellen Aufbaus (drei Schichten auf Silberbasis) in der Regel weniger gut als bei den übrigen Filmen. Der Nikon Super Coolscan 9000 ED verfügt jedoch über ein verbessertes ICE-Verfahren (ICE4 Professional) der Kodachrome-Filme ohne weitere Software von Staub und Kratzern einwandfrei befreien kann. Wer also professionelle Qualität für seine Kodachrome-Dias möchte, sollte den Scan mit dem Nikon 9000 ED machen lassen. Da aber dort kein Stapelscan möglich ist, sind die Preise wesentlich höher.

Hier können Sie ein Beispiel eines Farbnegatives ohne und mit ICE vergleichen:

 

 sin-ICE 04  con-ICE 04
Farbnegativ ohne ICE Farbnegativ mit ICE